Neujahrskarten in Japan

Kostenlose Designs
Kostenlose Designs

Deutsche schreiben an Weihnachten Weihnachtskarten. Japaner hingegen schreiben an Neujahr Neujahrskarten. Ich freue mich immer wenn ich wichtige Neuigkeiten von meinen Bekannten geschickt bekomme. Aber andersrum ist es sehr anstrengend, wenn ich selber die Karten und auch noch die Adressen per Hand schreiben muss. (Als ich klein war, habe ich selber die weißen Karten bemalt, und Grüße und Addressen per Hand geschrieben.) Heute schicke ich ungefähr 50 Neujahrskarten. Mein Vater z.B. 150 Neujahrskarten. Je jünger Japaner sind, desto weniger Karten müssen sie schreiben. Heutzutage schicken viele junge Leute ihren Freunden die Grüße per SMS um sich die Arbeit zu sparen. Aber ich möchte lieber Karten per Post schicken. Darüber freuen sich die Leute mehr, denke ich. Es ist persönlicher.

Für moderne und gleichzeitig traditionelle Menschen wie mich gibt es jetzt einen praktischen Online-Software-Service. Yahoo Japan und eine Hand voll anderer Firmen bieten einen solchen Dienst an. Ich selbst benutze das Softwaresystem ‘’Webpo’’, das eine Software-Firma namens Ripplex mit Japan Post zusammen organisiert. Ich stelle das System heute vor und wie praktisch Webpo ist!

Dafür muß man sich als erstes bei Webpo anmelden. Die Anmeldung ist gratis.

Man gibt in das Formuler Name, Adresse, Mailadresse, usw. ein. Schon kann‘s los gehen.

 

1. Adressaten eingeben

Webpo druckt die Adressen auf die Karten.

Man kann natürlich erst alle Adressen per Hand bei Webpos Adresseliste eingeben. Das ist aber nicht nötig. Es gibt viele andere Möglichkeiten, um die Adresse nicht per Hand eingeben zu müssen. Es reicht die Mailadresse oder den Account von Facebook, Twitter oder Skype des Adressaten zu kennen. Den Rest übernimmt Webpo. Webpo bittet die Adressaten über ihre Mailadresse oder SNS ihre Adresse zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Service ist es auch möglich seinem Idol eine Neujahrskarte zu schicken. Bis vor wenigen Jahren gab es nur Softwareprogramme bei denen jede Adresse einzeln mühevoll eingegeben werden musste. Ein anderer Nachteil war, dass diese Software sich nur einmal auf dem Rechner installieren lies. Man konnte die Adressen nicht auf andere PCs übertragen. Mit Webpo lassen sich abgespeicherte Adressen aus dieser Software einfach downloaden. Es dauert nur 5 Minuten für 150 Adressen! Super!

 

2. Muster auswählen

Man kann aus etwa 900 Designs eine Karte auswählen. Es gibt so viele schöne Designs, dass die Entscheidung schwer fällt. Es gibt Karten, die für Arbeitskollegen geeignet sind, oder besonders schön gestaltete Karten, die Künstler gemacht haben, oder Karten, auf die man Fotos oder einen QR-Code hinzufügen kann. Es gibt sogar kostenlose Karten, auf die Webpos Werbung druckt. Diese Karten sind kostenfrei, lediglich für die ermäßigten Versandkosten muss man bezahlen. Normalerweise kostet der Kartenversand 50 Yen. Aber man kann für 48 Yen eine Neujahrskarte schicken, wenn man das Design wählt.

 

3. Grußwort schreiben

Wenn man allen den gleichen Gruß schreiben möchte, muss dieser nur einmal geschrieben werden. Natürlich kann man auf jede Karte auch individuelle Grußworte schreiben.

 

4. Senden

Nachdem man das Pre-View bestätigt und bezahlt hat, werden die Karten auf Adress- und Grußwortseite bedruckt und innerhalb von 3 Tagen verschickt.

 

So praktisch ist es. Damit wird meine Neujahrskartenschreibarbeit um einen halben Tag verkürzt. Eine Revolution! Japaner werden von der mühsamsten Arbeit im ganzen Jahr befreit. Ich frage mich, ob Weihnachtskartenschreiben in Deutschland auch eine so mühsame Arbeit ist? Gibt es eine solche Software für Weihnachtskarten? Ich bin sehr neugierig.

0 Kommentare

Interessante Kinderpflegegeräte in Japan

In Japan gibt es einige Ladenketten, die sich auf Kinderpflege spezialisiert haben.Neben “BabiesRus” aus den U.S.A sind die japanischen Läden “Akachan Honpo” und “Nishimatsuya”am bekanntesten.Diese Geschäfte sind wie große Supermärkte, man kann hier Alles für die Kinderpflege und noch mehr kaufen. Für sehr billige aber sehr schöne Baby-Kleidung gibt es einen speziellen Laden, ‘’Motherways’’. Auch Uniqlo verkauft Babykleidung.

 

Heute möchte ich interessante Kinderpflegeprodukte in Japan vorstellen. Ich weiss nicht, ob man ähnliche Sachen auch in Deutschland bekommen kann, aber für mich waren sie alle neu als frisch gebackene Mama.

 

"Mama Hanamizu Totte"

Ein Gerät für's Naseputzen. Das Produkt heißt wortwörtlich übersetzt “Mama, saug bitte meine Nase!”

Für Kinder, die sich selbst Nase noch nicht die Nase putzen können, saugt Mama die Nase mit dem Gerät.

Das abgerundete Ende wird in die Nase des Kindes eingesetzt. Die Mama hält die schmale Spitze im Mund und saugt. So gelangt die Nasenflüssigkeit des Kindes durch den Schlauch in die Box. Nach der Anwendung muß man das Gerät waschen.

Ich habe das Gerät gekauft, aber mein Kind ist ganz gesund, deswegen habe ich kein Chance das Gerät zu benutzen.

Bei Rakuten (Japans größter Webshop) hat das Produkt eine Bewertung von 4.6 / 5 Sternen bekommen. Auch hat das Produkt einen Preis als bestes Kinderpflegeprodukt bei dem Best Mother Awards 2011 gewonnen.

 

"Oshirifuki Warmer"

Ein Gerät zum Erwärmen und Warmhalten von Pflegetüchern. Das Gerät erwärmt Pflegetücher bis zu 45 Grad.

Das Gerät schiebt auch automatisch die geringer gewordenen Pflegetücher hinauf, so kann man sehr einfach die Tücher herausnehmen.

Ich denke das Produkt ist sehr interessant.

 

"1- Sekunde-Stirn-Messung-Fieberthermometer"

Das Gerät wird an die Stirn des Kindes angelegt, dann nach 1 Sekunde piept das Gerät. Schon ist die Messung fertig! Das Gerät kalkuliert die oberflächliche Temperatur der Stirn durch Infrarot-Strahlung. Ich bin von so einer schnellen und einfachen Messung begeistert.

Ich habe es schon oft benutzt und bin sehr überzeugt.

 

Alle diese Sachen hatte ich noch nicht gekannt, bevor ich Mutter wurde. Willkommen in einer unbekannten Welt!

 

 

4 Kommentare